Was sind "Eingehende Untersuchungen"?
Treten im Rahmen von Baumkontrollen oder allgemein Zweifel an der Sicherheit von Bäumen auf, so können mit weiteren Untersuchungsmethoden die Schadmerkmale untersucht werden. Ähnlich wie beim Allgemeinarzt. Hat dieser Bedenken (z.B. Verdacht auf Bruch eines Knochens) und kann diese nicht untersuchen, empfiehlt dieser einen Besuch beim Facharzt (z.B. Röntgen).

Zugversuch
Um zu untersuchen, ob ein Baum als Ganzes mit seinem Wurzelteller versagen kann, wird mit einem Zugversuch die Standfestigkeit von Bäumen getestet.
Dazu wird mit einer definierten Kraft an einem Baum gezogen und während dessen die eingebrachte Kraft, sowie die Neigung und Dehnung am Stamm gemessen.
Bohrwiderstandsmessungen
Gemessen wird entlang des dünnen Bohrkanals die Stromaufnahme des Motors bei einem definierten Vorschubs. Diese hat eine Korrelation zur Holzdichte und diese wiederum eine Korrelation zum Fäulnisgrad.
Neben der Einschätzung zur Bruchsicherheit (Restwandstärke) wird dieses Verfahren auch zur Detektierung von Höhlungen im Rahmen einer artenschutzrechtlichen Baubegleitung verwendet.


Schalltomographie
Mittels einer Schalllaufzeitenanalyse im Infraschallbereich kann mit einer Interpolation eine Aussage über den Zustand des Holzes getroffen werden.
Dieses Verfahren wird zur Einschätzung der Bruchsicherheit verwendet.
Wurzeldetektion mit Schalltomographie
Eine Erweiterung der Schalltomographie am Stamm ist die Messung von Schalllaufzeiten zwischen einem Messpunkt am Boden und dem Stamm bzw. der angebrachten Sensoren.
Existiert eine meachnische Kopplung zwischen dem Messpunkt und dem Stamm/Sensoren, so ist die Schalllaufzeit kürzer als im Boden.
Idealerweise handelt es sich bei der Kopplung um eine Wurzel. Aber auch Leitungen können so detektiert werden.
Dadurch erhält man einen guten Überblick über den Wurzelraum.

